15.05.2024 Sibylle Spengler

Man druckt ja auch kein Mailing und verschickt es danach nicht

Kleine und mittelgrosse NPO und deren Ängste in Bezug auf Digitalisierung: Das könnte dir dabei helfen, diesen wichtigen Sprung zu schaffen.

Man druckt ja auch kein Mailing und verschickt es danach nicht

In den vergangenen Jahren habe ich insbesondere zwei Aussagen rund um das Online-Fundraising oft gehört: Erstens, «bei uns funktioniert das digitale Fundraising nicht» und zweitens, «das digitale Fundraising bringt zu wenig Spendeneinnahmen, als dass es sich lohnt, zu investieren».

Beide Aussagen kommen von eher kleinen oder mittelgrossen Organisationen, die knapp an Budget und Ressourcen sind und entsprechend wenig in das digitale Fundraising investiert haben. Es fehlt ihnen also gewissermassen auch an Erfahrung, denn die gelebte Praxis unzähliger Organisationen (ob klein oder gross) beweist, dass das digitale Fundraising sehr wohl funktioniert.

Persönlich sehe ich den Ursprung der oben erwähnten Äusserungen in der diffusen Angst vor Überforderung und Mehrbelastung. Fair enough, da hilft jedoch nur Aufklärung und Offenheit für Neues.

Die Spendenplattform ist der Mixer in der Fundraisingküche

Ein Spendentool auf der Website ist ein Instrument, sozusagen wie ein Mixer in der Küche, der einem das Kochen erleichtert. Aber wie der Mixer nicht selbständig ein Menü kocht, so kann die Spendenplattform nicht selbständig Einnahmen generieren (während man sozusagen daneben sein Abendessen kocht).

Viele sind sich nicht bewusst, wie intensiv eine Spendenplattform beworben werden muss und haben die Erwartung, dass die Spendenplattform ein Selbstläufer ist. Aber man druckt ja auch kein Mailing und verschickt es danach nicht. Also warum soll eine Spendenseite von sich heraus performen?

Anders aber als beim Mailing, das einmal verschickt, direkt im Briefkasten der potentiellen Spender:innen landet, muss man mit seinem Auftritt im digitalen Universums zuerst den Kampf um Aufmerksamkeit gewinnen. Erst wer Reichweite und Aufmerksamkeit erzielt hat, schafft es Leads zu generieren, die sich in Spendengelder auf der eigenen Spendenplattform ausbezahlen.

Vielleicht denkst du, dass das schon sehr anstrengend tönt. Ja, es ist anstrengend. Denn Spendengelder wachsen nicht auf den Bäumen, unabhängig davon, wie sie generiert werden. Aber Fundraising funktioniert immer. Es ist nur eine Frage der Ausdauer, der Geduld und des Willens.

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Und somit gelangen wir zur zweiten Aussage, die der Einnahmen im Verhältnis zu den Kosten. Natürlich muss man zuerst Investitionen leisten, wenn man mehr Einnahmen generieren will. Das ist ein ökonomisches Prinzip, welches, ausser im Kontext mit dem Spendensammeln, nie in Frage gestellt würde. Die Bereitschaft Investitionen zu tätigen, muss von innen getragen werden. Das hat viel mit institutioneller Bereitschaft zu tun, kalkulierbare Risiken zu tragen, zu Gunsten der finanziellen Sicherheit der Organisation. Denn wer seriös sein Online Fundraising aufbaut, kann in aller Regel bereits im ersten Jahr die getätigten Ausgaben decken. Ich kenne kein anderes Akquise-Instrument, welches dies nur annähernd schafft.

Die Einnahmen auf den digitalen Kanälen wachsen rasant und die Digital Natives in der Schweiz, sind seit 2020 in der Mehrzahl. Der Moment wird also kommen, wo das digitale Fundraising die Höhen des bedeutendsten Einnahmenkanals erklimmen wird. Mein Tipp: Es gibt keinen besseren Moment, ins digitale Fundraising einzusteigen, als heute.

Vier Zutaten für den digitalen Spendenerfolg

Hier also nochmals zusammengefasst, welche Zutaten im Online Fundraising erfolgskritisch sind:

  1. Ein digitales Mindset und das Bewusstsein, dass es ohne Fleiss keinen Preis, und ohne Investition, keinen Mehrwert gibt.
  2. Spannende Geschichten und gutes Storytelling, Tag für Tag und Woche für Woche, welche auf die digitalen Kanäle und deine Zielgruppen zugeschnitten sind.
  3. Eine Spendenplattform, die Entwicklung und Wachstum erlaubt und damit verknüpft ein Tech-Partner, der als echter Partner agiert und in technischen Belangen unter die Arme greifen kann.
  4. Eine Toolbox, um die digitale Kommunikation effizient, automatisiert und kontinuierlich zu gewährleisten. Die Voraussetzung für Freude und Spass in deinem Arbeitsalltag.

Das Kochbuch für digitale Zauberlehrlinge

Wenn du beim digitalen Fundraising nicht mehr abseits stehen und noch heute starten möchtest, um zum Spendenmagneten für deine Organisation zu werden, dann empfehle ich dir die donationmastery.ch: Der erste digitale Lehrgang, wo du Schritt für Schritt beim Aufbau deines Online Fundraisings begleitest wirst.

Über Sibylle Spengler

sibylle spengler

Sibylle hat 2021 ihre eigene Fundraisingagentur fundtastic.ch gegründet, nachdem sie selbst mehr als 25 Jahre für verschiedene, kleine und grosse NGO und NPO im In- und Ausland und in führender Position tätig war. Die donationmastery.ch ist ein digitaler Lehrgang von Fundtastic, in dem Organisationen praxisnah ihr eigenes Online Fundraising aufbauen können. Sibylle war bis April 2024 langjährige Präsidentin von swissfundraising.org, dem schweizerischen Berufsverband für Fundraiser*innen.

Digital Fundraising Digitalisierung Organisationsentwicklung Digitale Transformation

Wir setzen verschiedene Massnahmen (z.B. Cookies) zur Verbesserung der User Experience und zur Sicherstellung eines optimalen Service ein. Durch Bestätigen von «Alles akzeptieren» stimmen Sie der Verwendung aller Cookies und Massnahmen zu. Mit dem Button «Auswahl akzeptieren» stimmen Sie nur den von Ihnen gewählten Massnahmen zu. Weitere Massnahmen finden Sie unter Datenschutz.

Mehr

Notwendig

Diese Massnahmen sind notwendig, um die Kernfunktionen dieser Webseite, wie etwa sicherheitsrelevante Funktionen, auszuführen. Mit diesen Massnahmen können wir erkennen, ob Sie in Ihrem Profil angemeldet bleiben möchten, um Ihnen beim erneuten Besuch unserer Webseite, einen schnellen Zugang zu unseren Dienstleistungen zu ermöglichen.

Performance

Um unsere Webseite kontinuierlich zu verbessern, verfolgen wir Daten für statistische und analytische Zwecke. Mit diesen Cookies messen wir zum Beispiel, wie häufig Benutzer wiederkehren und welche Funktionen sie verwenden.

Komfort

Wir verwenden diese Cookies, um die Nutzung der Web-Services für Sie komfortabler zu gestalten. Beispielsweise merken wir uns, welche Bereiche der Webseite Sie bereits besucht haben und können Ihnen dadurch helfen, die User Experience zu verbessern.